EVZ Deutschland - Pkw-Preisvergleich

Im Juli 2010 veröffentlichte die Europäische Kommission ihren jährlichen Bericht über die Neuwagenpreise in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Deutschland bleibt wie in den vergangenen Jahren eines der Länder mit den im Durchschnitt höchsten Nettopreisen. Während sich im Schnitt die Preise innerhalb des EU-Binnenmarkts anglichen (8,5 % Standardabweichung gegenüber 9,8 % im Vorjahr), wuchsen die Preisdifferenzen innerhalb der Eurozone (von 6,0 % auf 6,5 %). Das ergibt sich aus den Preislisten der Hersteller. Insgesamt bleiben die Preisunterschiede bei Pkw eher gering im Vergleich zu anderen Produkten. Allerdings sind je nach Land, Hersteller und Modell auch auf dem Kfz-Markt noch immer zahlreiche Schnäppchen zu machen.


Pkw-Preisvergleich

EU-Preisvergleich für Pkw: Preise nähern sich 2009 innerhalb des Binnenmarkts an

Im Juli 2010 veröffentlichte die Europäische Kommission ihren jährlichen Bericht über die Neuwagenpreise in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Deutschland bleibt wie in den vergangenen Jahren eines der Länder mit den im Durchschnitt höchsten Nettopreisen.


Während sich im Schnitt die Preise innerhalb des EU-Binnenmarkts anglichen (8,5 % Standardabweichung gegenüber 9,8 % im Vorjahr), wuchsen die Preisdifferenzen innerhalb der Eurozone (von 6,0 % auf 6,5 %). Das ergibt sich aus den Preislisten der Hersteller. Insgesamt bleiben die Preisunterschiede bei Pkw eher gering im Vergleich zu anderen Produkten. Allerdings sind je nach Land, Hersteller und Modell auch auf dem Kfz-Markt noch immer zahlreiche Schnäppchen zu machen.

In Deutschland kostete am 1. Januar 2010 ein Fiat Punto 29,2 % mehr als in Zypern (13.739 gegenüber 10.634 Euro), ein VW Polo 28,1 % mehr als in Slowenien (10.210 gegenüber 7.970 Euro), ein Ford Focus 27,9 % mehr als in Finnland (16.450 gegenüber 12.864 Euro) und ein Audi A3 18,1 % mehr als in Irland (19.996 gegenüber 16.936 Euro). Auch für höhere Fahrzeugkategorien (z.B. VW Passat, Mercedes C oder Audi A4) belegt Deutschland oft den Spitzenplatz im Preisvergleich.

Zur Studie
  • Der Bericht vergleicht die Netto-Preise ohne Umsatzsteuer und Zulassungsgebühren, da beim Kauf eines Neuwagens in einem anderen Land der EU der Verbraucher den Preis ohne Steuern im Einkaufsland zuzüglich der deutschen Mehrwertsteuer von 16 % bei Zulassung in Deutschland zahlt.
  • Zur Erinnerung: Ein Fahrzeug wird steuerlich dann als neu betrachtet, wenn es weniger als sechs Monate nach seiner Erstzulassung an den Käufer ausgeliefert wird oder wenn die Laufleistung nach der Erstzulassung weniger als 6000 km beträgt.
  • Gemessen wurden Preise in der jeweiligen Landeswährung, die zum Wechselkurs am 04.01.2010 in Euro umgerechnet wurden.
Die Preisvergleichsstudie der Europäischen Kommission ist über den folgenden Link zugänglich:
http://ec.europa.eu/comm/competition/sectors/motor_vehicles/prices/report.html


Zum Hintergrund
In der Europäischen Union fielen die realen Pkw-Preise 2009 leicht gegenüber dem Vorjahr: Sie berechnen sich aus der Differenz zwischen dem EU-Preisindex (Preise einschließlich Rabatten, Mehrwertsteuer und Anmeldegebühren), der um 1,1 % stieg, und den Verbraucherpreisen insgesamt, die um 1,7 % stiegen. Daraus ergibt sich ein Rückgang der realen Pkw-Preise von 0,6 %.
Im Gegensatz dazu stiegen die realen Preise für Reparaturen/Wartungen sowie Ersatzteile. Abhilfe schaffen soll eine seit Juni in Kraft getretene Verordnung, die mehr Wettbewerb durch freie Werkstätten ermöglicht.

Die EU-Verordnung  461/2010 vom 27. Mai 2010: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2010:129:0052:0057:DE:PDF