Malta und Zypern führen den EURO ein
Vorbereitungen im großen Stil seit Herbst 2007
Bereits im Oktober und November waren die Geschäftsbanken in der Republik Zypern mit Münzen und Banknoten ausgestattet worden; so sah es ein Bericht der Europäischen Kommission vor, und zwar der am 27. November 2007 verabschiedete sechste Bericht über die praktischen Vorbereitungen auf die Erweiterung der Euro-Zone.
Demnach sollten die Geschäftsbanken in der Republik Zypern die Einzelhändler vor Januar mit Euro-Bargeld versorgen, so dass diese Wechselgeld ab dem 1. Januar ausschließlich in Euro herausgeben können. In der Neujahrsnacht dann sollen drei von zwei Bargeldautomaten - 550 gibt es insgesamt – bereits ab 1 Uhr morgens Euro auszahlen können, die restlichen sollen noch im Laufe des Tages folgen.
Auf Malta sollten die Bürger ab Anfang Dezember Starterkits bei den Banken erhalten können, die Unternehmen müssten seit der gleichen Zeit ebenfalls versorgt sein, so dass auch sie Wechselgeld ab dem Stichtag in Euro herausgeben können. Über die Bankautomaten ist uns leider nichts bekannt.
Unternehmen beider Länder verpflichten sich zur Preisstabilität
Einer Eurobarometer-Umfrage von September zufolge befürchteten fast Dreiviertel der befragten Zyprioten und zwei Drittel der befragten Malteser Preissteigerungen infolge der jeweiligen Währungs-Umstellung. Nach Informationen der Europäischen Kommission haben sich in beiden Ländern zahlreiche Unternehmen diesbezüglich zu einer fairen Preisgestaltung verpflichtet.
Demnach haben sich in der Republik Zypern über 7.000 Unternehmen, darunter größere Einzelhändler, zur Einhaltung eines Kodex’ für faire Preisgestaltung verpflichtet; diesen hatte die Regierung im Juli auf den Weg gebracht. Bereits seit September ist die doppelte Preisauszeichnung dort verpflichtend.
Auf Malta gibt es die Preisinitiative FAIR: Ihr haben sich über 6.500 Unternehmen und damit vier von fünf Einzelhandelsgeschäften angeschlossen mit der Zusage, für eventuelle Preiserhöhungen von Waren und Dienstleistungen nicht die Währungsumstellung als Grund anzuführen.
Die neuen Münzen kommen aus Finnland und Paris
Die zyprischen Euro-Münzen stammen aus einer finnischen Münzstätte, die Euro-Scheine vorläufig aus dem vorhandenen Bestand. Die Euro-Münzen auf Malta hat die maltesische Zentralbank bei der Monnaie de Paris bestellt.
Zuletzt, zu Beginn des Jahres 2007, hatte Slowenien den Euro eingeführt. Die Erweiterung der Euro-Zone um Malta und Zypern ist die zweite Runde seit 2002. Weitere Informationen insbesondere zum angesprochenen Bericht - mit Link zur Eurobarometer-Umfrage sowie zu einem Arbeitspapier der Kommissionsdienststellen – finden Sie hier.



