Willkommen Slowakei!

Die Slowakei tritt als 16. EU-Staat der Eurozone bei - 10 Jahre Euro

Am 1. Januar 2009 hat die Euro-Zone zwei Gründe zu feiern: Der Euro begeht an diesem Tag seinen zehnten Geburtstag und mit der Slowakei tritt der 16. EU-Staat der Währungsgemeinschaft bei. Vom Neujahrstag an zahlen 328,6 Millionen Menschen, darunter 5,4 Millionen Slowaken, mit der europäischen Einheitswährung.
10 Jahre Euro

Die Geburtsstunde des Euro ist der Beginn des Jahres 1999, als die gemeinsame Währung amtlich eingeführt wurde. Die großen Börsen des Kontinents notierten von nun an alle Wertpapiere in Euro, auch Kontoüberweisungen und Lastschriften konnten in der neuen Währung ausgestellt werden. Zu den ersten elf Euro-Staaten (Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien) gesellte sich 2001 auch Griechenland. Im nächsten Jahr wurde das Bargeld in Umlauf gebracht.

Noch immer sind nicht alle EU-Länder auch in der Eurozone: Bulgarien, Dänemark, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien, Ungarn und Großbritannien haben den Euro noch nicht eingeführt. Dafür gibt es ihn in einigen Staaten, die gar nicht der EU angehören: Andorra, Monaco, Vatikan, San Marino, Montenegro und Kosovo. Doch auch weitere EU-Länder kamen seit 2002 hinzu: Ab Januar 2007 konnte auch in Slowenien mit der gemeinsamen Währung gezahlt werden, ein Jahr später folgten Zypern und Malta.

Ende der slowakischen Krone

Die dritte Erweiterung geschah zum zehnten Geburtstag des Euro: Ab dem 1. Januar 2009 ist der Euro sowohl amtliche Währung als auch Zahlungsmittel in der Slowakei. 30,1260 slowakische Kronen können in einen Euro umgetauscht werden, und dafür bleibt mindestens noch ein Jahr Zeit, für die Münzen sogar bis 2013. Auf den neuen Euro-Münzen ist beispielsweise die Burg Bratislava zu sehen oder der Berg Kriváň, ein slowakisches Nationalsymbol.

Die öffentliche Verwaltung hat die Umstellung schon länger vorbereitet, Gesetze wurden geändert, das Personal geschult und die Computersysteme angepasst. Auch die Bevölkerung ist mit Fernsehspots und Informationsmaterial im Briefkasten aufgeklärt worden, Seminare und Konferenzen finden anlässlich der Euro-Einführung statt.

Was sich für EU-Bürger ändert

Beim Urlaub in der Slowakei fällt nun auch der lästige Geldumtausch fort, die Euros können einfach über die Grenze mitgenommen werden. Allerdings pro Person nicht mehr als 10.000 Euro: Um Geldwäsche zu verhindern, wurde gesetzlich eine Obergrenze für die Einfuhr von Bargeld gesetzt. Übersteigt man diese, muss das Bargeld bei der Einfuhr am Zollamt deklariert werden.

Einfacher ist da allemal eine Euro-Überweisung, die nun auch in die Slowakei möglich ist – nötig sind lediglich IBAN und BIC wie bei jeder anderen EU-Überweisung auch (mehr Infos hier). In der Slowakei setzt sich die IBAN-Nummer im Gegensatz zu Deutschland (22 Ziffern) aus 24 Ziffern zusammen und der ISO-Code lautet SK. Neben der Überweisung sind auch das Lastschriftverfahren sowie das Abheben von Bargeld am Automaten ohne Weiteres möglich. Mehr Informationen über die SEPA, die Single European Payment Area, finden Sie hier.