Estland tritt als 17. EU-Staat der Eurozone bei
Ende der estnischen Krone
Am 1. Januar 2011 ist der Euro sowohl amtliche Währung als auch Zahlungsmittel in Estland. 15,6466 estnische Kronen (EEK) können in einen Euro umgetauscht werden, und dafür bleibt mindestens noch ein Jahr Zeit. Auf allen estnischen Euro-Münzen ist der Umriss des Landes abgebildet.
Was sich für EU-Bürger ändert
Beim Urlaub in Estland fällt nun auch der lästige Geldumtausch fort, die Euros können einfach über die Grenze mitgenommen werden. Allerdings pro Person nicht mehr als 10.000 Euro: Um Geldwäsche zu verhindern, wurde gesetzlich eine Obergrenze für die Einfuhr von Bargeld gesetzt. Übersteigt man diese, muss das Bargeld bei der Einfuhr am Zollamt deklariert werden.
Einfacher ist da allemal eine Euro-Überweisung, die nun auch nach Estland möglich ist – nötig sind lediglich IBAN und BIC wie bei jeder anderen EU-Überweisung auch (mehr Infos hier). In Estland setzt sich die IBAN-Nummer im Gegensatz zu Deutschland (22 Ziffern) aus 20 Ziffern zusammen und der ISO-Code lautet EE. Neben der Überweisung sind auch das Lastschriftverfahren sowie das Abheben von Bargeld am Automaten ohne Weiteres möglich. Mehr Informationen über die SEPA, die Single European Payment Area, finden Sie hier.
Hintergrund: Die Eurozone
Die Geburtsstunde des Euro ist der Beginn des Jahres 1999, als die gemeinsame Währung amtlich eingeführt wurde. Die großen Börsen des Kontinents notierten von nun an alle Wertpapiere in Euro, auch Kontoüberweisungen und Lastschriften konnten in der neuen Währung ausgestellt werden. Zu den ersten elf Euro-Staaten (Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien) gesellte sich 2001 auch Griechenland. Im nächsten Jahr wurde das Bargeld in Umlauf gebracht.
Noch immer sind nicht alle EU-Länder auch in der Eurozone: Bulgarien, Dänemark, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien, Ungarn und Großbritannien haben den Euro noch nicht eingeführt. Dafür gibt es ihn in einigen Staaten, die gar nicht der EU angehören: Andorra, Monaco, Vatikan, San Marino, Montenegro und Kosovo. Doch auch weitere EU-Länder kamen seit 2002 hinzu: Ab Januar 2007 konnte auch in Slowenien mit der gemeinsamen Währung gezahlt werden, ein Jahr später folgten Zypern und Malta. 2009 trat die Slowakei der Eurozone bei.



