Frankreich: Telefonieren, Post und eMails senden
Informationen unserer Kollegen des ECC Frankreich
Mit dem Handy telefonieren und erreichbar sein
zur Technik: Dank des einheitlichen GSM-Standards sind Sie mit Ihrem Handy überall in Europa erreichbar, also auch in Frankreich. Um zu klären, ob Ihr Gerät „auslandstauglich“ ist, erkundigen Sie sich im Zweifel vor Abreise bei Ihrem Netzanbieter.
Außerdem: Wenn Sie Ihr Mobiltelefon in Frankreich nutzen, dann „wandern“ Sie im Netz eines französischen Anbieters umher (Stichwort: Roaming, wörtlich „Herumwandern“). Für das Auslandsroaming gelten spezielle Tarife, für die die Europäische Kommission jedoch Obergrenzen festgelegt hat.
zu den Preisen: Seit Sommer 2007 dürfen Roaming-Entgelte nicht mehr überschritten werden. Grund: eine Verordnung der Europäischen Union, die in allen 27 Mitgliedstaaten rechtsverbindlich gilt.
Es ist der so genannte Eurotarif, der für günstigere Preise sorgt, die bis Sommer 2009 sogar noch weiter abgesenkt werden. Dabei wird unterschieden, ob Sie selber anrufen oder „nur“ angerufen werden.
Der Eurotarif gilt selbstverständlich auch dann, wenn Sie mit Ihrem Handy in Frankreich unterwegs sind.
Hier die Übersicht der erlaubten maximalen Netto-Preise bis 2009:
| Erlaubter Preis ohne Mws. pro Minute ("Eurotarif) | seit Sommer 2007: | von Sommer 2008 an: | von Sommer 2009 an: |
| Anrufe vom EU-Ausland nach Hause | maximal 49 Cent* |
maximal 46 Cent |
maximal 43 Cent |
| Im EU-Ausland angenommene Anrufe | maximal 24 Cent ** |
maximal 22 Cent | maximal 19 Cent |
* mit Mehrwertsteuer: 58 Cent / ** mit Mehrwertsteuer: 29 Cent - Bitte beachten Sie: Alle anderen Angaben sind ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen!
Selbstverständlich kann Ihnen Ihr Netzanbieter auch günstigere Tarife anbieten! Eine Übersicht der Preise deutscher Anbieter im europaweiten Vergleich finden Sie hier:
http://ec.europa.eu/information_society/activities/roaming/implementation/benchmark/index_en.htm
Fragen Sie also erstens gezielt nach. Zweitens erkundigen Sie sich, welches Netz im Ausland das für Sie günstigste ist und wählen Sie sich ggf. manuell in dieses ein.
Vom Festnetz aus telefonieren
von Telefonzellen aus: In Frankreich ist es fast unmöglich geworden, von einer Telefonzelle aus mit Münzgeld zu telefonieren. Eine Telefonkarte aber, frz. télécarte, erhalten Sie entweder in einem Kiosk, in einem Tabakwarenladen, frz. bureau de tabac, oder natürlich in einer Postfiliale.
Vorteil in Frankreich: Sie können sich in zahlreichen Telefonzellen anrufen lassen, ganz wie in einem Hotelzimmer mit Durchwahl! Sie müssen also Ihren Lieben daheim nur die in der Telefonzelle angegebene Rufnummer durchgeben und sich zu einem verabredeten Zeitpunkt anrufen lassen.
Vergessen Sie dabei nicht, dem Anrufer aus Deutschland die 0033 als internationale Vorwahl für Frankreich zu nennen.
Alternativ können Sie sich eine internationale Telefonkarte und einem Zugangscode besorgen, den Sie in der Regel wie bei einem Rubbel-Los „frei kratzen“ müssen, um dann ein virtuelles Guthaben abzurufen. Sich über die Minutenpreise zu informieren lohnt sich sicherlich.
Gegebenenfalls können Sie die Karte ggf. auch in anderen Ländern nutzen, so dass Sie die Karte nicht unbedingt an Ort und Stelle aufbrauchen müssen.
eMails lesen und versenden
Internet-Cafés gibt es natürlich auch in Frankreich inzwischen bald überall. Sie können dort nicht nur im Internet surfen, sondern sich auch bei dem Anbieter Ihres Vertrauens, bei dem Sie das Mail-Konto führen, einwählen und so eMails lesen, empfangen, schreiben und versenden. Achten Sie sicherheitshalber darauf, dass Sie Ihr Passwort nicht lokal speichern, und dass Sie sich nach Ihrer Sitzung wieder ausloggen.
Zahlreiche Hotels bieten ihren Gästen ebenfalls einen Internetanschluss, nicht selten direkt auf dem Zimmer.
Mit einem entsprechend ausgerüsteten Laptop können Sie auch in Frankreich so genannte „Hotspots“ nutzen, frz. espace Wi-Fi. Über diese drahtlosen lokalen Netze können Sie im Internet surfen und genauso eMails empfangen und versenden. Das geht an entsprechend ausgewiesenen Stellen an Flughäfen sowie in Bahnhöfen oder großen Hotels.
Achtung: Der Zugang ist meist kostenpflichtig, und Ihr Laptop muss natürlich nicht nur WLAN-fähig sein, sondern auch über eine passende Netzkarte sowie über die Software dafür verfügen. Falls Sie sicher gehen wollen, dass es mit Technik und Netz auch klappt: Erkundigen Sie sich vorher am besten bei einem Fachmann oder einer Fachfrau.
Post versenden
Einheitliches Porto für Postkarten / Briefe und Ziele innerhalb der EU bis 20 g: 60 Cent
Briefmarken (timbres): erhältlich bei der Post und in einem bureau de tabac
Briefkästen sind auch in Frankreich gelb. Ist Ihre Post für Deutschland bestimmt, werfen Sie sie in den Schlitz mit der Aufschrift Autres destinations (andere Ziele). Der zweite Schlitz ist für Post gedacht, die in dem Departement bleiben soll, in dem Sie sich gerade befinden.
Und noch dies: Eine Postkarte aus Frankreich an die Lieben daheim in Deutschland braucht in der Regel fünf Tage.



