Ende der Roaming-Abzocke
Das Europäische Parlament hat Ende April 2009 mit großer Mehrheit neue EU-Vorschriften für SMS- und Datenroamingdienste verabschiedet, die am 1. Juli 2009 in Kraft treten. Nach dem Erfolg des ersten, im Sommer 2007 eingeführten Eurotarifs werden Roamingpreise für Handygespräche nun noch weiter sinken: Für eine aus dem EU-Ausland verschickte SMS darf der Handynutzer noch höchstens 11 Cent zahlen. Die Obergrenze für Handytelefonate aus dem Ausland (in die Heimat oder ins Ausland, auf Handy oder Festnetz) fällt auf 43 Cent pro Minute, für im Ausland in Empfang genommene Gespräche auf 19 Cent. Danach geht die Absenkung progressiv weiter, auf 39 Cent und 15 Cent ab dem 1. Juli 2010 und auf 35 Cent und 11 Cent ab dem 1. Juli 2011. Alle Angaben gelten pro Minute und beinhalten keine Mehrwertsteuer, da diese von Land zu Land verschieden sind. Die Kosten für ausgehende Roaminganrufe müssen zudem in Zukunft ab der 31. Sekunde sekundengenau berechnet werden, eingehende Roaminganrufe bereits ab der ersten Sekunde.
Datenroamingentgelte und Kostenlimits
Zu den neuen Tarifen für SMS und Anrufe kommen weitere Vorzüge für den europäischen Verbraucher: Für Internetnutzung und Download von Daten darf höchstens 1 Euro pro übertragenem Megabyte verlangt werden, zuvor lag die Grenze bei 1,68 Euro. 2010 sinkt sie weiter auf 0,80 Euro, 2011 auf 0,50 Euro. Ab März 2010 können sich Verbraucher zudem durch ein Kostenlimit schützen lassen, indem sie ihrem Anbieter vor der Auslandsreise eine Höchstsumme nennen, die sie nicht überschreiten wollen. Sobald die empfohlene Summe von 50 Euro erreicht wäre, würde der Anbieter das Handy automatisch sperren.
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der Europäischen Kommission:



