EURO-INFO-VERBRAUCHER e.V. gefragt wie nie: Über 31.400 grenzüberschreitende Verbraucheranfragen in 2009
Deutsch-französischer Verbraucherschutzverein legt Jahresbericht vor
Kehl – Die inzwischen 25 Mitarbeiter der Kehler Verbraucherschutz-einrichtung Euro-Info-Verbraucher e.V. hatten im vergangenen Jahr alle Hände voll zu tun: Die deutsch-französischen Juristen haben knapp 20.000 Informations- und Broschürenanfragen erhalten, 7.975 Verbrauchern Rechtsauskünfte gegeben und 3.996 grenzüberschreitende Streitfälle bearbeitet; das macht insgesamt 31.435 Verbraucheranfragen gegenüber 14.859 im Vorjahr.
Trotz dieser erneut starken Zunahme stieg auch die Erfolgsquote bei der außergerichtlichen Lösung der Streitfälle auf über 74 % (70 % im Jahr 2008). Die Europäischen Verbraucherzentren (EVZ) Deutschland und Frankreich, die gemeinsam mit der eCommerce-Verbindungsstelle Deutschland unter dem Dach von Euro-Info-Verbraucher e.V. angesiedelt sind, waren damit an 42 % aller Streitfälle beteiligt, die im Netzwerk der 29 EVZ (EU + Norwegen + Island) registriert wurden. Das geht aus dem Jahresbericht 2009 hervor, den Euro-Info-Verbraucher e.V. heute veröffentlicht.
Online-Schlichtung – eine Lösung mit Zukunft
In zwei Dritteln der Streitfälle ging es um im Internet abgeschlossene Verträge. Wie groß der Beratungsbedarf in diesem Bereich ist, zeigt auch die Jahresbilanz der eCommerce-Verbindungsstelle Deutschland, an die sich Nutzer und Anbieter aus Deutschland mit rechtlichen Fragen zum elektronischen Geschäftsverkehr wenden können: Besonders stark nachgefragt war die Broschüre „Shopping Online“, die auf der Internetseite www.ecom-stelle.de heruntergeladen werden kann.Euro-Info-Verbraucher e.V. hat auf die Tendenz reagiert und im Juni 2009 eine Schlichtungsstelle für den elektronischen Geschäftsverkehr eingerichtet, die inzwischen bereits von der EU-Kommission notifiziert ist. Mit dem Pilotprojekt „Online-Schlichter Baden-Württemberg“, das vom Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz finanziert wird, könnte das Land eine wichtige Vorreiterrolle übernehmen. Während bislang nur Fälle von Verbrauchern aus Baden-Württemberg oder gegen Unternehmen aus Baden-Württemberg bearbeitet wurden, ist angestrebt, das mustergültige Projekt auf die gesamte Bundesrepublik auszuweiten.
Auch im Jahr 2010 legen die EVZ Deutschland und Frankreich einen Schwerpunkt auf Internetthemen: So veranstalten sie im Herbst des Jahres gemeinsam eine Konferenz zum Thema „Gefahren im Internet“, um die Aufmerksamkeit von Verbrauchern, Medien und Politikern auf dieses Problem mit internationaler Tragweite zu lenken.
Mehr Informationen zu weiteren Aktivitäten der Europäischen Verbraucherzentren Deutschland und Frankreich sowie der eCommerce-Verbindungsstelle Deutschland beschreibt der in Kehl vorgelegte Jahresbericht 2009 von Euro-Info-Verbraucher e.V. Er ist online abrufbar unter http://www.euroinfo-kehl.eu/de/wir-uber-uns/jahresberichte/
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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