Roaming

Aktuelle Roaming-Gebühren

Seit 2007 profitieren Mobiltelefonbenutzer von stetig sinkenden Roaming-Gebühren in der Europäischen Union. Das EU-Parlament hat im Mai 2012 eine neue Roaming-Verordnung beschlossen. Danach dürfen getätigte Anrufe im EU-Ausland seit dem 1. Juli 2014 höchstens 19 Cent pro Minute kosten, statt zuletzt 24 Cent, davor 29 Cent und ursprünglich 35 Cent. Auch angenommene Anrufe dürfen jetzt höchstens mit 5 Cent pro Minute berechnet werden, statt zuletzt 7 Cent, davor 8 Cent und ursprünglich 11 Cent. Datendienste werden mit 20 Cent pro MB deutlich billiger (zuletzt: 45 Cent pro MB); eine ausgehende SMS kostet jetzt 6 Cent und nicht mehr 8 Cent. Der Empfang einer SMS ist weiterhin kostenlos.

Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über die Obergrenzen für die jeweiligen Dienste (Netto-Angaben ohne Mehrwertsteuer):

Unbenanntes Dokument
  ab 1.7.2013 ab 1.7.2014 ab 30.4.2016

ab 15.6.2017

Eigene Anrufe pro Minute 0,24 € 0,19 € 0,05 € Aufschlag auf Heimtarif

 

 

 

 

weitgehende Abschaffung
der Roaming-Gebühren

Angenommene Anrufe pro Minute 0,07 € 0,05 € noch nicht festgelegt
Datendienste pro MB 0,45 € 0,20 € 0,05 € Aufschlag auf Heimtarif
SMS (ausgehend), Empfang ist kostenlos 0,08 € 0,06 € 0,02 € Aufschlag auf Heimtarif

 

Die EU-Verordnung sorgte zudem durch folgende Maßnahmen für mehr Wettbewerb:

  • Seit dem 1. Juli 2014 können Handy-Nutzer nur für ihren Auslandsaufenthalt einen alternativen Mobilfunkanbieter wählen,  unabhängig von ihrem Mobilfunkvertrag für das deutsche Netz und ohne ihre Nummer wechseln zu müssen.
  • Seit dem 1. Juli 2012 können zudem auch Anbieter ohne eigenes Mobilfunknetz (sog. Mobilfunkdiscounter) leichter die Netze anderer Unternehmen nutzen. Nähere Informationen in der Roaming-Verordnung.

Mobiles Telefonieren auf Kreuzfahrten

Wer mit dem Schiff unterwegs ist, sei es an der Nordsee, Ostsee, im Mittelmeer oder an der Atlantikküste, sollte beim mobilen Telefonieren vorsichtig sein. Denn trotz Roaming-Verordnung könnten hohe Kosten entstehen. Der Grund: An Bord kommen mitunter spezielle Schiffsnetzbetreiber zum Zuge, die mittels Satellit den Dienst anbieten. Die Gesprächsminute kann hierbei bis zu 10 Euro kosten.

Verbraucher sollten sich daher vor Reisebeginn  - beim Reiseveranstalter oder bei der Kreuzfahrtgesellschaft - über das jeweilige Schiffsnetz und die Tarife informieren, um bei der nächsten Handyabrechnung nicht ein ungewolltes Urlaubssouvenir zu erhalten.

Telefonate und SMS von Deutschland ins EU-Ausland:

Die Kostenobergrenzen gelten nur für das Roaming innerhalb der EU, also die Handynutzung in einem Netz im EU-Ausland. Beim Telefonieren von einem deutschen Netz in ein ausländisches Netz oder beim Versenden einer SMS ins EU-Ausland liegt kein Roaming vor. Hier sind die Anbieter an die Preisobergrenzen nicht gebunden.

 

Stand der Informationen: Oktober 2015

http://www.eu-verbraucher.de/de/verbraucherthemen/reisen-in-der-eu/mit-dem-handy-unterwegs/roaming/